Begriffsdefinition

Übliche Betriebsbedingung

Als übliche Betriebsbedingung gilt die Verwendung des Fahrzeugs innerhalb der von der StVZO vorgegebenen technischen Grenzen unter Zugrundelegung der Straßenverhältnisse in den EU-Mitgliedstaaten.

Draht-Speichenrad

Draht-Speichenräder sind Räder, bei denen die Felge durch Drahtspeichen und Befestigungsnippel mit der Nabe verbunden ist.

Dreifachachsen

Achsaggregate von Anhänger und Sattelanhänger gemäß Richtlinie.

Dynamischer Reifenhalbmesser

Der dynamische Reifenhalbmesser ist der nach DIN bei 60 km/h ermittelte Abrollumfang, dividiert durch 2p.

Einteilige Räder

Einteilige Räder sind Räder, deren Radkörper nur aus einem Teil besteht.

Einpresstiefe

Die Einpresstiefe ist der Abstand von der Felgenmitte (halbe „Maulweite“) des Rads bis zur Radanschlussfläche. Die Einpresstiefe wird als positiv bezeichnet, wenn die Radanschlussfläche von der Radmitte zur Radaußenseite hin verschoben ist (DIN 70020 Teil 5) und als negativ, wenn sie zur Radinnenseite hin verschoben ist.

Felge

Die Felge ist der den Reifen tragende Teil des Rads, der das Felgenhorn, die Felgenschulter und das Felgenbett umfasst.

Felgen-Maulweite

Die Felgen-Maulweite ist der Abstand zwischen den Innenseiten der Felgenhörner. Dieses Maß wird codiert oder in Millimeter angegeben.

Felgen-Nenndurchmesser

Der Felgen-Nenndurchmesser ist der Durchmesser im Wulstsitz der Felgenschulter; er wird meistens nicht in mm angegeben, sondern durch einen Code, der mit der Durchmesserangabe in Zoll identisch ist.

Felgenbett

Das Felgenbett ist der Innenboden der Felge.

Felgenhorn

Das Felgenhorn begrenzt die Felgenschulter in axialer Richtung nach außen.

Felgenschulter

Auf der Felgenschulter sitzt der Reifenwulst auf.

Felgenumfang

Der mit Felgenmaßband nach DIN ermittelte Umfang eines Rades.

Geländefahrzeuge

Geländefahrzeuge im Sinne der Richtlinie sind solche Fahrzeuge, die den Definitionen der Richtlinie genügen.

Lastspielzahl

Lastspielzahlen bzw. „Überrollung“ ist die Anzahl der vollständigen Schwingungen des umlaufenden und ggf. wechselnden Prüfmoments.

Lochkreisdurchmesser

Der Lochkreisdurchmesser ist der Teilkreisdurchmesser der Bolzenlöcher für die Befestigung des Rads an der Fahrzeug-Nabe.

Mittenzentrierung

Die Mittenzentrierung ermöglicht die Zentrierung des Rads am Nabenflansch.

Nabenabdeckung

Die Nabenabdeckung ist eine Abdeckung des Mittenlochbereichs.

Radanschlussfläche

Die Radanschlussfläche ist die Planfläche (innere Anlagefläche) des Rads, die am Nabenflansch anliegt.

Radanschlussmaße

Die Radanschlussmaße sind die vom Fahrzeug-Hersteller zur Befestigung des Rades festgelegten Maße.

Radbefestigungsteile

Die Radbefestigungsteile sind das zur Befestigung des Rads erforderliche Zubehör.

Radfamilie

Eine Radfamilie wird durch Sonderräder mit identisch gegossenem Radkörper und mit gleicher Kontur gebildet, deren Ausführungen sich durch Lochkreisdurchmesser, Lochzahl, Einpresstiefe, Mittenlochdurchmesser und Durchmesser der Befestigungsbohrungen unterscheiden.

Radlast

Radlast ist die in der Kontaktfläche des Reifens wirkende Normalkraft.

Seitenkraft

Die Seitenkraft ist die während einer Kurvenfahrt, bei Seitenwind sowie bei seitlich geneigten Fahrbahnen auf den Reifen wirkende horizontale Kraftkomponente, quer zur Fahrtrichtung.

Sicherheitsschultern (Humps)

Sicherheitsschultern sind Felgenschultern gemäß DIN-, ISO-Norm bzw. E.T.R.T.O.-Standard.

Scheibenräder

Scheibenräder bestehen aus der Felge und einer eingeschweißten, eingenieteten oder eingeschraubten Radscheibe (Radschüssel).

Sonderräder

Sonderräder sind solche Räder, die unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen an einem Fahrzeug verwendet werden können, jedoch nicht in der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs enthalten sind.

Identräder

Identräder sind Räder, die unter Verwendung derselben Fertigungseinrichtungen produziert werden, wie die vom Fahrzeughersteller serienmäßig angebauten und mit der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs genehmigten Räder; sie unterscheiden sich von den serienmäßig angebauten Rädern nur durch das fehlende Warenzeichen und/oder die fehlende Teilenummer des Fahrzeugherstellers und der zusätzlichen Kennzeichnung. Identräder können einem vereinfachten Verfahren zur Prüfung und Genehmigung unterzogen werden.

Nachbauräder

Nachbauräder sind Stahlscheibenräder, die den serienmäßig angebauten und mit der Betriebserlaubnis des Fahrzeugs genehmigten Rädern nachgebaut sind; sie entsprechen in allen Maßen, Werkstoff und Standfestigkeit den vom Fahrzeughersteller in Serie angebauten Rädern. Nachbauräder können einem vereinfachten Verfahren zur Prüfung und Genehmigung unterzogen werden.